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Facelift

Einleitung

Als Facelift bezeichnet man eine Operation bei der die erschlaffte Haut und Falten von Hals und Wangen korrigiert werden. Die Haut von Wangen und Hals wird großflächig von den darunter liegenden Gewebsschichten gelöst und in Richtung des Haaransatzes ober- und unterhalb bis hinter die Ohrmuschel gestrafft. Manchmal ist nur das Straffen der Haut nicht ausreichend. Dann müssen gegebenenfalls auch tiefer gelegene Gewebsschichten mit gestrafft werden. Bei übermäßigem Fettgewebe unter dem Kinn oder bei tiefen Längsfalten am Hals kann es notwendig sein auch unter dem Kinn einen Hautschnitt zu Straffung zu legen. Manchmal wird ein Facelift auch mit einer Liposuktion (Fettabsaugung) am Hals kombiniert. Ein klassisches Facelift behandelt nicht die Faltenbildung auf der Stirn, der Augenlieder und dem Mund. Für die Korrektur dieser Problemzonen bestehen wiederum andere Operationstechniken. Ihr Plastischer Chirurg wird Sie hierüber gerne genauer informieren. Von einem Facelift darf nicht erwartet werden, dass eine vollständige Straffung aller Falten erreicht wird. Beim Sprechen, Lachen und anderen Bewegungen des Gesichtes entstehen im Sinne des Gesichtsausdruckes kleine Fältchen die auch nach der Operation sichtbar bleiben sollen.

Sie müssen sich darüber im Klaren sein, dass ein Facelift ein großer operativer Eingriff ist. Außerdem müssen Sie sich darüber bewusst sein, dass der Alterungsprozess der Haut durch ein Facelift nicht aufgehalten oder gestoppt wird. Nach der Operation wird auch weiterhin die Elastizität der Haut stetig geringer werden. Die Frage, wie lange die Verbesserung durch ein Facelift anhält ist nicht genau zu beantworten. Dieses variiert von Patient zu Patient. Im Allgemeinen kann davon ausgegangen werden, dass je dünner die Haut ist, desto kurzfristiger die Verbesserung des Facelift bestehen bleibt. Der Alterungsprozess der Haut schreitet unter Einfluss von ultravioletter Strahlung schneller fort. Daher haben Menschen die ihre Haut oft und lange gebräunt haben (das gilt auch für das Nutzen von Solarien) oftmals eine dünnere Haut. In vielen Fällen wird ein Facelift mit der Korrektur der Augenober- und/oder Unterlieder kombiniert.

Vorbereitung auf die Operation

Falls Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen (z.B. Marcoumar, Sintrom, Aspirin, Ascal, Voltaren, Diclofenac, Ibuprofen, Vitamin C.....) müssen Sie dieses dem Plastischen Chirurgen mitteilen. Diese Medikamente müssen drei bis zehn Tagen vor der Operation abgesetzt werden, abhängig von der Sorte des Medikamentes. Sie bekommen hierüber von Ihrem behandelnden Arzt weitere Informationen. Nikotin vergrößert deutlich die Möglichkeit das Wundheilungsprobleme entstehen können. Ihr Arzt rät Ihnen einige Wochen vor der geplanten Operation mit dem Rauchen aufzuhören. Falls Sie kleine Pickel, Ekzeme oder Entzündungen im Operationsgebiet haben, kann die Operation eventuell auf Grund der Infektionsgefahr zu diesem Zeitpunkt nicht ausgeführt werden. Sollten Sie einige Tage vor der Operation eine Hautinfektion der betreffenden Gebiete haben, nehmen Sie bitte Kontakt mit Ihrem behandelnden Plastischen Chirurgen auf. Die Operation geschieht im Allgemeinen unter Vollnarkose. Der Anästhesist kommt, sofern möglich, zuvor zu Ihnen, um mit Ihnen die Narkose zu besprechen.

Die Operation

Ein Facelift ist eine lange Operation. Ein doppelseitiges Facelift erfordert mindestens drei Stunden Zeit. Die Operationszeit verlängert sich, wenn das Facelift mit einer Augenlidkorrektur, Liposuktion und/oder Laserbehandlung kombiniert wird. Im Allgemeinen wird der Eingriff unter Vollnarkose durchgeführt. Eine andere Möglichkeit ist die Operation unter örtlicher Betäubung mit der zusätzlichen Gabe einer Schlafmedikation. Da das Rauchen für die Wundheilung von großem Nachteil ist, wird Ihnen Ihr Arzt dringend raten schon einige Wochen vor der geplanten Operation mit dem Rauchen aufzuhören. Blutverdünnende Medikamente (Marcoumar, Sintrom, APC, Ascal, Sinaspril, Aspirin, Voltaren, Ibuprofen, Diclofenac, Vitamin-Präparate) müssen je nach Art des Medikamentes drei bis 10 Tage vor der Operation abgesetzt werden. Am Ende der Operation werden vorübergehend zwei Drainagen unter die Haut gelegt. Dies sind dünne Kunststoffschläuche, die mit einer Vakuumflasche verbunden sind und in die die Wundflüssigkeit und das restliche Blut abfließen können. Diese Drainagen werden meist schon vor der Entlassung aus dem Krankenhaus entfernt. Für ein Facelift bleiben Sie durchschnittlich zwei bis drei Tage im Krankenhaus.

Nach der Operation

Nach der Operation müssen Sie eine sogenannte Faceliftbandage tragen; das Gesicht und die Halspartien sind für einige Zeit geschwollen und verfärbt. Diese Veränderungen dauern durchschnittlich zwei Wochen. Die Wundfäden werden in der Regel ein bis zwei Wochen nach dem Eingriff ambulant entfernt. Die Narben nach einem Facelift verlaufen vor dem Ohr, dahinter und über der Ohrmuschel im Haaransatzbereich. Das endgültige Resultat nach einem Facelift ist vorerst nach der Operation durch die Schwellungen und Verfärbungen nicht ausreichend gut zu beurteilen. Das kann für einige Patienten durchaus eine schwierige Periode bedeuten (manche Patienten erkennen sich durch die Schwellung zunächst selbst im Spiegel nicht wieder). Das endgültige Resultat ist erst Wochen bis Monate später zu erwarten.

Komplikationen

Wie bei jeder anderen Operation können auch bei einem Facelift unerwartete Komplikationen auftreten. Hier sind zum Beispiel Nachblutungen oder Wundinfektionen zu nennen. Ein teilweiser Gewebeuntergang der gelösten Haut auf Grund von Durchblutungsstörungen ist ebenfalls möglich. Daher wird auch vom Rauchen vor und nach der Operation dringend abgeraten. Zu erwähnen ist auch die Möglichkeit der Verletzung eines Gesichtsnerven, der im Operationsgebiet verläuft. Eine Gesichtslähmung (meist vorübergehend) kann die Folge sein, tritt aber nur sehr selten auf.

Zum Schluss

Diese Informationen sind nur als ergänzende Informationen zu dem Gespräch mit Ihrem Plastischen Chirurgen gedacht. Eine Beschreibung wie diese kann nicht ausreichend und umfassend für jede individuelle Situation sein. Den oben genannten. Informationen und Beschreibungen kann keinerlei Gewährleistunggarantie entnommen werden. Kosmetische Chirurgie ist keine exakte Wissenschaft. Komplikationen können leider immer auftreten, auch wenn die Plastischen Chirurgen mit größter Sorgfalt die Behandlung ausführen. Wenn Sie nach dem Lesen dieser Informationen noch weitere Fragen haben dann wird der Plastische Chirurg dies gerne während seiner Sprechstunde mit Ihnen besprechen und beantworten. Es kann auch nützlich sein, dass Sie sich diese Fragen zuvor notieren und dann zum Gespräch mit nehmen.

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